Sexualisierte Gewalt widerspricht allen unseren Grundauffassungen

Stop zu sexualisierter Gewalt
Bildrechte Pixabay

Am 25. Januar wurde die von der Evangelischen Kirche und Diakonie beauftragte und finanzierte ForuM- Studie vorgestellt, die strukturelle Ursachen für sexualisierte Gewalt im Bereich der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland und Fehler im Umgang mit Tätern und Betroffenen deutlich macht. Der Kirchenvorstand der DreiSeen-Gemeinde hat eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Diakon Hans-Hermann Weinen beauftragt, ein Konzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt für unsere Gemeinde auszuarbeiten. Das Dekanat Fürstenfeldbruch hat zur Studie und zu den nötigen Konsequenzen bereits Stellung genommen. Diese Stellungnahme können Sie hier lesen.

STELLUNGNAHME DES DEKANATS FÜRSTENFELDBRUCK

Am 25.01.2024 wurden die Ergebnisse der ForuM- Studie: „Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland“ veröffentlicht. Dass sexualisierte Gewalt auch in der Evangelischen Kirche und noch dazu in so hoher Zahl stattgefunden hat, erschüttert uns. Menschen wurde großes Unrecht zugefügt, oft leiden sie ein Leben lang unter den Folgen. Häufig hat die Gewalt auch zerstörerische Auswirkungen auf den Glauben. Um es mit den Worten von Landesbischof Christian Kopp zu sagen: „Sexuelle Gewalt widerspricht allen unseren Grundauffassungen“.

Die ForuM-Studie hat untersucht, welche Strukturen und Risikofaktoren sexualisierte Gewalt in unserer Kirche begünstigten. Diese Erkenntnisse werden wir aufgreifen und aktiv in der Präventionsarbeit umsetzen.

Unsere Ziele als Dekanat sind:

  • Wir gehen selbstkritisch mit dem Thema sexualisierte Gewalt um
  • Wir sind offen für die Anliegen und Bedürfnisse betroffener Menschen
  • Wir setzen uns für gute und gelingende Prävention ein

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist die Erstellung eines Schutzkonzeptes auf Dekanatsebene und in den einzelnen Kirchengemeinden. Dazu werden Arbeitsgruppen eingesetzt, die so schnell wie möglich mit der Erstellung der Schutzkonzepte beauftragt sind. Die Partizipation der Aktiven, der Gemeindeglieder und der Teilnehmenden spielt dabei eine zentrale Rolle.

Zusätzlich möchten wir Sie auf die Fachstelle der Bayerischen Landeskirche verweisen. Hier finden Sie die Ansprechstelle für Betroffene, die Meldestelle, das Präventionsteam sowie die Anerkennungskommission
https://aktivgegenmissbrauch-elkb.de/

Dr. Markus Ambrosy (Dekan)
Lena Bauer (Präventionsbeauftragte des Dekanates)